Palliativpflege

Definition des Begriffes Palliativ

Palliation (Linderung, aus lat. ‚pallium‘ (Mantel) bzw. ‚palliare‘ (mit einem Mantel umhüllen, verbergen)) bezeichnet allgemein eine medizinische Maßnahme, deren primäres Ziel nicht der Erhalt, die Gesundung oder die Wiederherstellung der normalen Körperfunktion, sondern deren bestmögliche Anpassung an die gegebenen physiologischen und psychologischen Verhältnisse ist, ohne gegen den zugrundeliegenden Defekt oder die zugrundeliegende Erkrankung selbst zu wirken. Die Abgrenzungen können dabei aufgrund unterschiedlicher Betrachtungen und Zielsetzungen unscharf sein.

Palliativmedizin als medizinisch lindernde Behandlung unheilbar Schwer(st)kranker (z. B. bestimmte onkologische Patienten). Nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist Palliativmedizin beschränkt auf „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten(voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt.“ Primäre Zielsetzung ist die Lebensqualitätserhaltung bzw. -steigerung im finalen Krankheitsstadium.

Palliativpflege ist als begleitendes pflegerisches Angebot an Schwerstkranke und ihr soziales Umfeld ein Teilbereich der Palliativmedizin.

(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Palleativmedizin http://www.dgpalliativmedizin.de/sn/SN%20310%20DGP-Definitionen.pdf )


Die Konzentration der ganzheitlichen ambulanten Pflege Schwerstkranker ist ausgerichtet auf die körperliche Versorgung und die begleitende psychologische und soziale Betreuung des Patienten und seiner Angehörigen. Die Kontrolle von Symptomen und die Förderung des Wohlbefindens steht dabei für uns als Pflegeteam HUMANITAS hauptsächlich im Vordergrund. Die Palliativpflege im ambulanten Bereich erfordert die permanente Zusammenarbeit des speziellen Palliativmediziners (Brückenarzt) mit dem ambulanten Pflegedienst. Hier kommen Pflegefachkräfte mit entsprechender Palliativ-Care-Ausbildung zum pflegerischen Einsatz.

Sinn und Ziel der ambulanten Palleativpflege ist es, dem schwerstkranken Patienten durch frühzeitiges Verlassen des Krankenhauses die Lebensqualität zu verbessern und damit den Verbleib im häuslichen Bereich zu ermöglichen. Die brückenbildende Pflege koordiniert hierbei den reibungslosen Übergang vom Krankenhaus in den häuslichen Bereich und sorgt für beste Verbindung zwischen Krankenhaus und dem Zuhause (Case-Management und integrierte Versorgung). Gleichbleibende kompetente Bezugspflegefachkräfte (Ansprechpartner) und Rufbereitschaft rund um die Uhr sind hierbei grundsätzliche Vorgaben, die mit dem ambulanten Pflegedienst HUMANITAS erfüllt werden. Weitere Bedingung ist die Optimierung im häuslichen Bereich durch breite Unterstützung des Patienten und der Angehörigen durch die Pflegefachkräfte (brückenbildende Pflegefachkräfte), die behandelnden Ärzte, den Brückenarzt, Sozialarbeiter und den mobilen Hospizdienst, um Krankenhauseinweisungen auf ein Mindestmaß zu beschränken.

(Definition für brückenbildend: Verbindung aufbauen und erhalten zwischen Patient mit seinen Angehörigen und den einbezogenen Institutionen, wie Krankenhaus, Hospiz, Ärzteschaft, ambulantem Pflegedienst und Sozialarbeitern).

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"ambulante Palliativpflege daheim".

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