Schwerpunkte unserer Behandlungspflege

Patienten werden heute schon sehr bald nach Eingriffen und Behandlungen im Krankenhaus in die häusliche Umgebung entlassen. Dies liegt an der auch in Krankenhäusern vorhandenen Pflicht zur Kostenreduzierung und der daraus entstehenden Kostenberechnung in Leistungsmodulen.

Die Entlassung in die häusliche Umgebung gibt ihnen jedoch Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit. Die Bildung besonderen pflegerischen Schwerpunkte bei
HUMANITAS hat sich durch die Notwendigkeit ausgebildet, Patienten direkt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in vertrauter Umgebung auch weiterhin mit den notwendigen Pflegeleistungen zu versorgen, damit ihnen der Aufenthalt in ihrer Häuslichkeit und bei den Angehörigen auch kurzfristig möglich wird (Krankenhausnachsorge).

Dies war für uns Aufgabenstellung und Anforderung, um entlassenen Patienten die notwendige Sicherheit zu bieten. Zudem ist für die Behandlungspflege absolute Kommunikation zwischen allen an der Pflege Beteiligten Grundsatz. Daher stellt die Zusammenarbeit zwischen behandelnden Ärzten und Pflegepersonal unter Einbe- ziehung des Patienten zur Umsetzung des Behandlungszieles einen wichtigen Grundpfeiler für den Behandlungserfolg dar.

Einen unserer pflegerischen Schwerpunkte in der Behandlungspflege bildet die Wundversorgung.

Die Pflegedienstleitung und examinierte Pflegefachkräfte sind in mehreren speziellen Lehrgängen zur (herstellerneutralen) Wundschwester ausgebildet worden und werden ständig in der Behandlung von Wunden weiter geschult. Ebenso gehört dazu der Umgang mit chronischer Wunden. Dies bildet einen der Handlungsschwerpunkt in unserem Pflegedienst, vor allem die Wundversorgung nach Operationen (Krankenhausnachsorge).


Ein weiterer Schwerpunkt ist die parenterale Ernährung und die Pflege des Sondenzugangs

Parenterale Ernährung (Langzeiternährung über eine Magensonde) ist zum Beispiel notwendig bei Patienten mit Schlucklähmungen nach Apoplexie, Stenosen, Tumoren oder starker Kachexie, da die Patienten nicht mehr in der Lage sind, oral Nahrung und Flüssigkeit aufzunehmen. Hier wird dem Patienten im Krankenhaus eine Sonde (PEG) gesetzt, damit er versorgt werden kann. Diese PEG ist eine Magensonde, die durch die Bauchdecke zum Magen gesetzt wird und so die Nahrungs- und Flüssig- keitsaufnahme, sowie die Gabe von Medikamenten ermöglicht. Ein Vorteil der PEG-Sonde ist, daß dem Patienten weiterhin die Möglichkeit erhalten wird, Schluckvorgänge auszuführen. Bei intensiver Bemühung und Training mit den Pflegefachkräften ist somit die Möglichkeit gegeben, das der Patient wieder selbst  oral Nahrung aufnehmen kann.

Die Nahrungsaufnahme selbst und die Flüssigkeitszufuhr sind Pflegeleistungen der Grundpflege (SGB XI).

Die Gabe von Medikamenten und die Versorgung der Bauchdeckenöffnung (Wundversorgung) ist eine Maßnahme der Behandlungspflege nach SGB V und wird in unserem Pflegedienst selbstverständlich von der gleichen dafür ausgebildeten Pflegefachkraft durchgeführt, die auch den Patienten mit Nahrung und Flüssigkeit durch die PEG-Sonde versorgt.


Portpflege und Porternährung (zentraler Venenport) bildet einen weiteren Schwerpunkt

Ein Port ist ein voll implantierter, zentralvenöser Katheter. Er wird durch einen operativen Eingriff vom Arzt implantiert. Diesen Port erhalten Patienten zum Beispiel bei langer und häufiger Behandlung zur Vermeidung von Entzündungen, bei kontinuierlicher Zufuhr von Opiaten, bei Langzeitchemotherapien und bei schlechten Venen. Die Injektionen müssen nach strengen aseptischen Prinzipien von geschulten Pflegefachkräften nach ärztlicher Anweisung durchgeführt werden. Pflegefachkräfte bei HUMANITAS sind durch ständige Unterweisungen mit dem Umgang und der Pflege dieser Katheter vertraut.


Katheterversorgung und Katheterisierung sind ebenfalls wichtige Leistungsschwerpunkte von HUMANITAS

Transurethaler Blasenkatheter wird als Einmalkatheter oder als Dauerkatheter bei akutem oder vorübergehendem Harnverhalten, z. B. durch Querschnittslähmungen, MS, oder funktionelle Entleerungsstörungen gelegt. Das transurethale Katetherisieren ist durch unsere geschulten Pflegefachkräfte zuhause jederzeit möglich, oder wurde bereits im Krankenhaus vorgenommen, stellt ein ungewöhnlich hohes Infektionsrisiko dar und erfordert von den Pflegefachkräften eine akribische Infektionsprophylaxe mit absolut aseptischem Vorgehen. Hierfür werden unseren Pflegefachkräften umfang- reiche Anleitung, verbunden mit genauen Hygieneanweisungen als Arbeitsgrundlage vorgegeben, damit der notwendige Pflegeprozess die Qualitätsansprüche der Pflege erfüllt.


Alle auf der Seite Behandlungspflege und der Seite Behandlungspflege, Palliativpflege und Schwerpunkte aufgeführten Leistungen sind auf Grundlage von Vereinbarungen des Verbandes der Krankenkassen im Land Brandenburg mit den (Dienstleistern) Pflegediensten erstellt worden und haben für das Bundesland Brandenburg Gültigkeit. Aber diese Leistungen sind in Teilen bei Kassen unterschiedlich bewertet in der Möglichkeit der Kostenübernahme (Krankenhausnachsorge, Krankenhausvermeidungspflege). In anderen Bundesländern kann die Art und die Leistungen abweichen von der hier gegebenen Aufstellung.


Die "Palliativpflege" gehört ebenfalls zu den pflegerischen Schwerpunkten unseres Pflegedienstes. Das breite Spektrum der Krankenpflege finden Sie unter "Behandlungspflege".

Ihr 
HUMANITAS Team